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Was bedeutet das Wort Lorm?

LORM ist keine Abkürzung, sondern ein Name – ein Pseudonym des taubblinden Dichters, Philosophen und revoltierenden Journalisten Heinrich Landesmann (9. 8. 1821 – 3. 12. 1902), der in der südmährischen Stadt Mikulov geboren ist und wegen der Persekution ein Pseudonym Hieronymus LORM annahm.

Aufgrund des plötzlichen Gehörverlustes im Alter von 15 Jahren und einer immer schwacher werdenden Sehkraft hat Hieronymus LORM ein Fingeralphabet für Taubblinde, sogenanntes Lorm-Alphabet, erfunden, das bis zum heutigen Tage nicht nur in der Tschechischen Republik, sondern auch in vielen anderen Ländern, benutzt wird.

Hieronymus Lorm (1821 – 1902), ein Gebürtiger aus der Stadt Mikulov na Moravì, ist plötzlich mit fünfzehn Jahren, während des Gymnasiumsstudiums in Wien, taub geworden und sein Sehvermögen hat sich auch verschlechtert. Nach seinem dreißigsten Lebensjahr konnte er nicht mehr die Sprache ablesen und verlor endgültig seine Sehkraft im Jahre 1882. Für den eigenen Gebrauch hat er ein Fingeralphabet erfunden, mit dessen Hilfe er sich mit der Familie und den Bekannten verständigte. Dieses Alphabet hat seine Tochter erst sechs Jahre nach seinem Tod, im Jahre 1908, veröffentlicht. Das Alphabet hat sich bald in ganz Europa verbreitet und ist auf verschiedenste Art verändert worden. Um mit Taubblinden zu kommunizieren, können gesunde Personen, die das Fingeralphabet nicht beherrschen, einen Baumwollehandschuh benutzen, der mit den einzelnen Buchstaben bezeichnet ist.

Das Fingeralphabet für die tschechische Sprache hat Anna Aquina Sedláèková, eine der Klosterschwestern aus dem Orden des heiligen Karel Boromejský, hervorgebracht. Sie übte den pädagogischen Pflegedienst in der Blindenanstalt (Landesanstalt für blinde und augenkranke Kinder) im Prager Stadtteil Hradèany (Hratschin) aus. A. Sedláèková hat nicht die Notwendigkeit des Tastempfindens und der Orientierung unterschätzt.

Die gemeinnützige Organisation LORM hat sich entschlossen bei der Kommunikation eine modifizierte Version des deutschen Lorm-Alphabets zu benutzen. Dazu haben folgende Gründe geführt:

  • Geschwindigkeit der Kommunikation (eine andere Art des Fingeralphabets, sogenannte Daktylotik, ist langsamer)
  • Einfaches Lernen (geeignet sowohl für Kinder als auch für Erwachsene)
  • Leichtes tastsinnliches Empfinden und Orientierung der einzelnen Zeichen
  • Kleiner Lautfrequenzunterschied in der tschechischen und in der deutschen Sprache

Sehen Sie Dokument Die tschechische Version des Lorm-Alphabets.